15.06.16

Anerkennung und Wertschätzung der Ehrenamtlichen

Sparen und dabei Gutes tun - das ist der Zweck, den die Sparda-Bank Baden-Württemberg mit ihren Gewinnspar-Losen verfolgt. Auch in der Esslinger Filiale werden diese Lose verkauft, von denen ein Anteil einem sozialen Zweck zu Gute kommt. Davon profitiert in diesem Jahr das Hospiz Esslingen. 4500 Euro fließen in den Ambulanten Bereich. Sven Theurer, der Leiter der Esslinger Sparda-Bank-Filiale, hat einen entsprechenden Scheck jetzt an Dekan Bernd Weißenborn und Hospizleiterin Susanne Kränzle übergeben.

S. Theurer, S. Kränzle, B. Weißenborn (v.i.) - Foto: URH

Der Vorschlag, das Hospiz zu unterstützten, kam von einer Mitarbeiterin. „Die anderen stimmten sofort zu“, erzählt Sven Theurer. Praktisch alle der acht Esslinger Bankangestellten hätten eigene Erfahrungen mit schwerer Krankheit oder Tod in Familie oder Freundeskreis. Einige kennen auch das Hospiz selbst, von dessen schöner Atmosphäre Theurer beeindruckt ist. Nicht nur das Haus und die künstlerische Gestaltung, sondern auch die Begegnung mit einem Patienten haben ihn überzeugt, dass sich die Menschen dort wohlfühlen.
Gerade was im Hospiz ehrenamtlich geleistet werde, sei phänomenal, betont Sven Theurer. Mit der Spende wolle man den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Wertschätzung ausdrücken. „Anerkennung  motiviert zu weiterem Engagement und vielleicht auch dazu, andere fürs Ehrenamt zu gewinnen“, weiß Theurer. Susanne Kränzle will die Spende im Rahmen des 25-jährigen Bestehens der ambulanten Hospizarbeit in Esslingen einsetzen.

Für Dekan Weißenborn ist die Spende der Sparda-Bank ein schönes und ermutigendes Zeichen. „Das Hospiz braucht finanziell, aber auch ideell dauerhaft Unterstützung“, bedankte er sich bei Sven Theurer. Dies gelte nicht nur für das Haus in Oberesslingen mit den acht Gästezimmern, sondern auch für die ambulante Hospizarbeit, die den viel größeren Bereich des Hospiz ausmache. Rund 60 Frauen und Männer begleiten Sterbende derzeit ambulant – zuhause, im Pflegeheim oder im Krankenhaus. Weil der Bedarf steigt, wünscht sich Susanne Kränzle weitere Mitarbeiterinnen. Sie bekommen eine fundierte Ausbildung. Im Juni  startet ein neuer Vorbereitungskurs mit elf Ehrenamtlichen. „Doch zehn bis 20 weitere könnten wir gut gebrauchen“, sagt sie. „Wir kommen zweckfrei und schenken Zeit, die andere oft nicht haben. Das tut den Menschen gut."